Baubiologie und Umweltanalytik in Nordbayern

Baubiologie und Umweltanalytik

Arbeitsplatzuntersuchung und Wohnraumuntersuchung
Bayreuth, 25.05.2022
Tel. 0921-7412744


Lindan und PCP sind die bekanntesten Holzschutzmittel

Holzschutzmittel (HSM) gasen langsam aus

Holzschutzmittel Noch bis Ende der achtziger Jahre wurden in Deutschland chemische Holzschutzmittel verwendet, mit teilweise gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen. Lindan und Pentachlorphenol (PCP) sind die bekanntesten Vertreter. Holzschutzmittel haben einen sehr niedrigen Dampfdruck und gasen deshalb langsam aus. PCP wurde in Deutschland Ende 1989 verboten. Dennoch ist das Gift immer noch in Wohnräumen nachweisbar.

Bewerten mit der PCP-Richtlinie anstelle von bundesweiten Grenzwerten für Holzschutzmittel

Richtwerte für Holzschutzmittel Für Holzschutzmittel existieren keine bundesweit einheitlichen Grenzwerte. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts entschlossen sich die für das Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen zuständigen Minister der Länder eine Kommission zur Aufstellung einer technischen Regel für das häufig verwendete Pentachlorphenol (PCP) einzuberufen. Als deren Ergebnis liegt seit Februar 1997 die PCP-Richtlinie vor. Die technische Regel liefert Vorgaben für die Bewertung der Schadstoffkonzentration in der Raumluft und die Ermittlung der Sanierungsnotwendigkeit von belasteten Räumen. Für Lindan, als das am nächsthäufigsten verwendete Holzschutzmittel, gelten die Richtwerte und Sanierungsmaßnahmen analog. Im Bereich des Arbeitsschutzes sind die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung anzuwenden.

Vorsicht bei gebrauchten Immobilien

Wer ein gebrauchtes Haus kaufen will, sollte nach dem Baujahr fragen oder sich nach durchgeführten Renovierungen erkundigen. Holzverkleidungen, Holzdecken, Sichtbalken, Bodenbeläge, Türrahmen, Fenster, Treppen und Treppengeländer wurden bevorzugt mit Holzschutz behandelt. Es kann sich auch lohnen, in der Nachbarschaft zu fragen, ob Krankheiten aufgrund von HSM bekannt sind.

Die Analytik von PCP & Co.

Zur Auswahl stehen Staub-, Material- und Raumluftanalysen. Bei konkretem Verdacht werden Materialproben genommen und im Labor analysiert. Dabei sind auch Mischproben aus zwei bis drei Fundstellen möglich. Bei einer vorsorglichen Untersuchung ohne genaue Quellenkenntnis ist zunächst die Hausstaubanalyse zu empfehlen. Der Frischstaub wird per Staubsauger aufgenommen und dann im Labor analysiert. Zuvor sind alle Flächen zu reinigen. Für Frischstaub gilt ein Zeitrahmen von zehn bis zwanzig Tagen. Falls aus dieser Analytik kein eindeutiges Ergebnis ersichtlich ist, wäre eine Raumluftprobe zu empfehlen. Dabei wird ein Volumen von 2.000 Liter mit 30 Litern je Minute auf PU-Schaum gezogen. Im Sommer kommt es eher zu Unterbewertungen. Deshalb ist die Raumluftprobennahme in der kühlen Jahreszeit aussagefähiger.

Unser Angebot zur Untersuchung von Holzschutzmitteln

Wir führen in Wohnungen oder Arbeitsstätten Raumluftproben durch. Sie erhalten ein ausführliches Protokoll mit den Inhaltsstoffen und eine Risikobewertung. Wer bewerten die Laborergebnisse zusätzlich nach baubiologischen Kriterien. Staub- und Materialproben können Sie selbst aufnehmen und an uns schicken. Nach der Auftragserteilung erfahren Sie, welche Regeln bei der Probenahme zu beachten sind.

Mehr Informationen zu Holzschutmitteln im persönlichen Gespräch

Rufen Sie an unter Telefon 0921-7412744 oder schreiben Sie eine Email an info@umweltmesstechnik-bayreuth.de. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein Angebot. Bitte geben Sie Name und Wohnort an, da wir anonyme Anfragen grundsätzlich nicht beantworten.


Unsere Leistungen

  • Luftprobennahme
  • Staubprobennahme
  • Materialprobennahme
  • Bewertung der Laborergebnisse
  • Gutachtenerstellung
  • Sanierungsvorschläge

Kontaktdaten

Joachim Weise, Baubiologe (IBN)
Telefon 0921-7412744
info(at)umweltmesstechnik-bayreuth.de

Weiterführende Links

Druckversion Holzschutzmittel

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